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Ein persönlicher Bericht aus der Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung, die am 17.03.2026 online per Videokonferenz stattfand, hat mich einmal mehr daran erinnert, wie lebendig unser Vereinsleben inzwischen geworden ist. Was vor sechs Jahren als eine Idee von vier Männern begann, ist heute ein Netzwerk, in dem Männer aus ganz Deutschland miteinander in Austausch stehen – teilweise sehr unterschiedlich, aber immer mit dem gemeinsamen Interesse, Männergruppenarbeit spürbar voranzubringen. 

Für mich persönlich war diese Versammlung ein besonderer Moment. Ich wurde erneut als 1. Vorsitzender gewählt und bin dankbar für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde. Diese Wiederwahl nehme ich nicht als Selbstverständlichkeit wahr, sondern als Bestätigung dafür, dass der Weg, den wir im Vorstand gemeinsam eingeschlagen haben, für den Verein stimmig ist und von vielen getragen wird. 

Während der formale Teil der Versammlung routiniert ablief, war es vor allem TOP 15 – Verschiedenes – der gezeigt hat, wie viel Substanz in unserer Arbeit liegt. Was dort entstanden ist, ging weit über organisatorische Fragen hinaus. Es war ein ehrlicher Austausch darüber, wo wir als Verein stehen und wie wir in Zukunft wirken wollen. Und es war ein gutes Beispiel dafür, dass „Vereinsleben“ bei uns mehr bedeutet als nur Tagesordnungspunkte abzuhaken. 

Die Diskussionen rund um die Sichtbarkeit der Männergruppenarbeit, mögliche politische Unterstützung, den gesundheitlichen Stellenwert und die Frage nach Qualität und Verantwortung waren intensiv, aber sehr konstruktiv. Besonders bemerkenswert war für mich, wie unterschiedlich die Perspektiven waren – und wie wertvoll genau diese Vielfalt ist. Einige Männer betonten die Chancen durch stärkere Öffentlichkeitsarbeit und Förderprogramme. Andere setzten bewusst einen Kontrapunkt und wiesen darauf hin, dass die Wirkung unserer Arbeit vor allem in der Qualität der Gruppenräume entsteht und weniger in der Außenwirkung. Wieder andere brachten Gedanken über Kooperationen, internationale Entwicklungen und wissenschaftliche Grundlagen zur Männergesundheit ein. 

Was mich dabei beeindruckt hat, war der Ton der Diskussion: direkt, beteiligt, interessiert – aber gleichzeitig respektvoll und lösungsorientiert. Genau diese Art von Austausch zeigt für mich, wie reif unser Netzwerk ist. Die Mitglieder denken mit. Sie hinterfragen. Sie bringen eigene Erfahrungen ein. Und sie tun das nicht, um Recht zu behalten, sondern um etwas voranzubringen. 

TOP 15 war damit viel mehr als ein „Verschiedenes“-Punkt. Es war ein Fenster in die Zukunft des Vereins. Die Frage, wie wir als Netzwerk sichtbar werden, welche Rolle wir gesellschaftlich einnehmen möchten und wie wir Männergruppen strukturell unterstützen, betrifft uns alle. Für mich persönlich war es ein Moment, der mich darin bestärkt hat, warum ich diesen Verein so gerne begleite. Die Vorstandsarbeit ist ehrenamtlich und oft sehr intensiv, aber gerade an solchen Abenden spüre ich, dass sie getragen ist von einem starken Rückhalt und einer gemeinsamen Vision. Wir sind ein Verein, der wächst – und gleichzeitig einer, der sich weiterentwickelt. Nicht um größer zu sein, sondern um wirksamer zu werden.

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