Skip to content Skip to sidebar Skip to footer

Nachlese Live‑Treffen Männergruppen‑Netzwerk e.V. – Oktober 2025 in Marburg 

Wenn Männer zusammenkommen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen, entsteht ein Raum, der mehr ist als ein Treffen. So war es auch beim 5. Live‑Treffen des Männergruppen‑Netzwerk e.V. im Gästehaus Tabor in Marburg. Schon die Anreise am Freitagnachmittag brachte eine besondere Stimmung mit sich: ein sanftes Ankommen, Vorfreude und die Gewissheit, dass ein intensives Wochenende bevorsteht. Als sich am frühen Abend der Tagungsraum füllte und der Vorstand die Teilnehmer begrüßte, war spürbar, dass dieser Ort für drei Tage zu einem gemeinsamen Zuhause werden würde.

Nach dem Abendessen führte Dirk mit einem bewegten Ankommen in den Abend und schuf damit eine erste Verbindung im Kreis. Was später folgte, war ein ungezwungenes, herzliches Beisammensein. Gespräche wanderten zwischen Tiefe und Leichtigkeit, manche Männer begegneten sich zum ersten Mal, andere trafen alte Weggefährten wieder. Diese Mischung aus Vertrautheit und neugieriger Offenheit zog sich durch das gesamte Wochenende.

Der Samstag beginnt: Ausrichtung und innere Klarheit

Der Samstag begann früh und aktiv mit der „Meditation der vier Himmelsrichtungen“, angeleitet von Ed Wegner. Viele Männer beschrieben später, wie kraftvoll dieses Einstiegserlebnis für sie war – ein bewusster Atemzug in den Tag, ein inneres Ausrichten, das die Basis für die Workshops bildete.

Am Vormittag öffnete Matthias Weiser seinen Erfahrungsraum zur emotionalen Führung von Männergruppen. Sein Beitrag berührte viele, denn er zeigte authentisch, wie anspruchsvoll es sein kann, die eigene Gefühlswelt im Kreis sichtbar zu machen, ohne sich darin zu verlieren. Gleichzeitig machte er Mut, gerade diese Balance immer wieder zu üben. Besonders die Emotionsdialoge aus seiner Praxis fanden großen Anklang. Sie gaben den Teilnehmern ein Werkzeug an die Hand, das sowohl im Leiten von Gruppen als auch für das eigene Leben wertvoll ist: präsent zuhören, sich selbst spüren und gleichzeitig den Raum für andere halten.

Nach dem Mittagessen folgte Tom Müller mit dem „Ego Fight Club“, einem Deep‑Talk‑Format, das viele Männer an ihre gewohnten Kommunikationsgrenzen führte – und darüber hinaus. Tom zeigte eindrucksvoll, wie es gelingt, den eigenen Verstand nicht als Gegner, sondern als Beobachtungsraum zu nutzen. Die Atmosphäre im Workshop war konzentriert und zugleich lebendig; es wurde gelacht, gestritten, hinterfragt, zugehört. Viele Männer beschrieben später, wie befreiend es war, sich in einer wertschätzenden Struktur auch mit gegensätzlichen Positionen zu zeigen.

Gemeinsam weiterdenken: Austausch im Netzwerk

Am späten Nachmittag stellte der Vorstand neue Entwicklungen im Verein vor, gab Einblick in den wachsenden Werkzeugkasten für Gruppenleiter und eröffnete einen Austausch darüber, wie sich Netzwerke weiterentwickeln können. Die Männer teilten Erfahrungen aus ihren Gruppen und stellten Fragen zur Praxis. Dieser Teil des Treffens fühlte sich besonders gemeinschaftlich an – wie ein kollektives Weiterdenken, das aus der Erfahrung vieler gespeist ist.

Der Samstagabend klang in jener warmen, ruhigen Verbundenheit aus, die entsteht, wenn Männer einen langen Tag geteilt haben. In kleinen Gruppen bei einem Getränk entstanden oft auch Gespräche über persönliche Themen – über Partnerschaft, über Herausforderungen im Beruf, über Erfolge, Ängste und Mut. Es waren jene Begegnungen, die kein Programm planen kann und die dennoch oft das Herzstück solcher Treffen bilden.

Tiefe am Sonntag: Meditation und Council

Der Sonntag begann erneut mit Ed, diesmal mit der Vertiefung der Santa‑Fe‑Sufi‑Meditation, die viele Männer als tiefe, zentrierende Erfahrung beschrieben. Im anschließenden Council mit Günter Teplitzky wurde noch einmal spürbar, weshalb Kreisarbeit für die Männergruppen so wesentlich ist: Das Zuhören, das nicht bewertet. Das Sprechen, das aus dem Herzen kommt. Das gemeinsame Halten eines Raumes, in dem jede Stimme zählt. Der Council‑Workshop war für manche Teilnehmer ein Highlight, weil er zeigte, wie schnell Verbundenheit entsteht, wenn Männer sich trauen, wahrhaftig zu sprechen.

Bei der gemeinsamen Reflexion des gesamten Treffens wurde deutlich, wie wertvoll diese drei Tage für viele waren. Einige sprachen davon, neue Klarheit für ihre Gruppenleitung gewonnen zu haben. Andere betonten, wie gut es tat, einmal nur Teilnehmer sein zu dürfen. Wieder andere nahmen innere Impulse mit, die erst in den kommenden Wochen und Monaten wirken werden.

Ein Wochenende, das nachwirkt

Für uns als Männergruppen‑Netzwerk e.V. war dieses Live‑Treffen wieder einmal ein kraftvoller Ausdruck dessen, wofür wir stehen: authentische Begegnung, gemeinsames Lernen, gegenseitige Unterstützung und das Vertrauen darauf, dass Männer in Gemeinschaft wachsen. Die Workshops unserer Mitglieder haben gezeigt, wie viel Kompetenz und Herz in unserem Netzwerk steckt. Und die Gespräche zwischen den Programmpunkten haben einmal mehr bewiesen, dass die wertvollsten Momente oft dort entstehen, wo wir uns jenseits von Rollen und Erwartungen begegnen.

Wir sind dankbar für dieses Wochenende, für die Männer, die angereist sind, das wertvolle Workshopprogramm unserer Experten und für den lebendigen Austausch, der uns alle trägt. Und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Live‑Treffen – denn diese Räume verändern uns, und sie verändern unsere Männergruppen weit über das Wochenende hinaus.

INFOMAIL ABONNIEREN

Melde dich an, um Neuigkeiten und Updates per E-Mail vom Männergruppen-Netzwerk e.V. zu erhalten:

Männergruppen-Netzwerk e.V. © 2026. Willkommen in der Männerwelt – Willkommen Zuhause!